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Tobias Bielenstein
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Gesundheit 2030 – wohin steuert die grenzübergreifende Gesundheitsversorgung? Autor Dr. Gunter Danner, PhD

Die zur Breitenteilhabe am Gesundheitsmarkt unverzichtbaren Sozialsysteme der EU-Mitgliedstaaten entwickeln sich seit Jahren qualitativ und ökonomisch auseinander.

[Translate to Deutsch:]

Wiesbaden 24. September 2019 I Die wichtigste Ursache dafür war und ist die nach wie vor verbreitet wachsende Verschuldung der Mitgliedstaaten der Eurozone und eine somit verstärkte Refinanzierungsproblematik. Gleichzeitig fehlt es vielerorts an Wachstum und Investitionen, die geeignet wären, die Beitragseinnahmen mittelfristig ernsthaft  zu erhöhen.

Noch fühlbarer wird die Lähmung des Handlungsvermögens in steuerfinanzierten Systemen mit deren erhöhter Staatsabhängigkeit. Viele Leistungszusagen aus dem nationalen Sozialrecht bleiben als Folge Theorie. Schattenzahlungen und Verdrängung in den flankierenden oder ersetzenden Privatkonsum verstärken soziale Brüche.

Als Folge wird der Raum für innovative Versorgungsgestaltung präventiver Art geringer. Die grenzüberschreitende Nachfrage wurde von der EU zwar geregelt, die Angebotsproblematik bleibt jedoch bestehen. Nachfrage aus strukturschwachen Mitgliedstaaten in solche mit einer robusten Versorgung kollidieren mit einem starken Preisgefälle. Lediglich bis in den missbräuchlichen Bereich interpretierte Sachleistungen der Europäischen Gesundheitskarte (EHIC) bleiben für den Nachfrager aus strukturschwachem Raum in eine Hochpreisumfeld finanziell ohne Folgen.

Diese Entwicklung dürfte bei nachhaltiger Konjunkturabkühlung spürbarer werden. Ohne Entschuldung der öffentlichen Hände und verstetigten Produktivitätsgewinn wird sich dies bis zum Zusammenbruch von Sozialwelten zuspitzen. Gleichzeitig wächst die Zahl derjenigen, die private Mittel einsetzen können und wollen. Dies verschärft gesellschaftliche Spannungen und Tendenzen zur Radikalisierung. 

Erfahren Sie mehr über mögliche Szenarien, Stolperfallen und Chancen für die Zukunft des Gesundheitsmarktes während des European Health Prevention Day 2019 in Wiesbaden.

Hier der Link zum Programm und Registrierung:

www.quhep.org/ehp-day-2019-1/

Über den Author:

Dr. Gunter Danner, Stv. Direktor der Europavertretung der Deutschen Sozialversicherung und Europabeauftragter der Techniker Krankenkasse in Brüssel bis Juni 2019.